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Überbrückungshilfe III: Neuer Eigenkapitalzuschuss und weitere Verbesserungen

08.04.2021

Die Bundesregierung plant die Einführung eines Eigenkapitalzuschusses für besonders stark von der Krise betroffene Unternehmen. Außerdem soll es weitere Verbesserungen vor allem für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisebranche sowie den Handel geben. Die Anpassung der FAQ wird laut BMWi zeitnah erfolgen.
Eigenkapitalzuschuss

Der neue Eigenkapitalzuschuss soll besonders stark von der Krise betroffene Unternehmen finanziell unterstützen. Dazu zählen alle Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in drei oder mehr Monaten des Förderzeitraums November 2020 bis Juni 2021 erlitten. Hierbei erfolgt eine gestaffelte Unterstützung in Abhängigkeit von der Dauer des Umsatzeinbruches. Der Zuschuss kann bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten nach Nummer 1 bis 11 der FAQ zur Überbrückungshilfe III betragen. Die maximale Förderung ist erreicht, wenn ein Umsatzeinbruch von 50 Prozent in fünf oder mehr Monaten im Förderzeitraum entstanden ist. Der Eigenkapitalzuschuss wird dabei nicht mit der Überbrückungshilfe III verrechnet, sondern stellt eine zusätzliche Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III dar. Alle hier genannten Änderungen wurden bisher noch nicht in die FAQ zur Überbrückungshilfe III oder in das Antragsportal übernommen. Eine Anpassung soll jedoch zeitnah erfolgen.

Weitere Verbesserungen

Neben dem zuvor genannten Eigenkapitalzuschuss gibt es noch weitere geplante Verbesserungen. Eine, die alle Unternehmen betrifft, ist die Anhebung der Fixkostenerstattung von 90 Prozent auf 100 Prozent, wenn das Unternehmen einen Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent im jeweiligen Monat des Förderzeitraums erleidet.

Die Möglichkeiten zur Sonderabschreibung von Saisonware war bisher nur den Einzelhändlern vorbehalten. Dies soll sich nun ändern und auf Hersteller sowie Großhändler ausgeweitet werden.

Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisebranche sollen zukünftig von einer Anschubhilfe unterstützt werden. Diese soll für jeden Monat 20 Prozent der Lohnsumme des Referenzmonats im Jahr 2019 betragen. Insgesamt wird die Anschubhilfe jedoch auf 2 Mio. EUR pro Unternehmen gedeckelt.

Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche sollen durch die Berücksichtigung von Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor dem angesetzten Veranstaltungsdatum liegen, zusätzlich unterstützt werden.

Weitere Verbesserungen betreffen sowohl Soloselbstständige als auch Unternehmen, die nun im Rahmen der Schlussabrechnung ein nachträgliches Wahlrecht zwischen der Neustarthilfe und der Überbrückungshilfe III eingeräumt bekommen sollen. Dies ermöglicht es nun, die tatsächliche Entwicklung des Geschäftes zu berücksichtigen und damit im Nachhinein die günstigere der beiden Alternativen wählen zu können.

Die vollständige Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finden Sie hier.

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