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Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer – Ende des Regelabfragezeitraums 2014 zum 30. November 2014

29.12.2014

In § 51a Abs. 2c Nr. 3 EStG ist vorgesehen, dass der Kirchensteuerabzugsverpflichtete unter Angabe der Identifikationsnummer und des Geburtsdatums des Schuldners der Kapitalertragsteuer (Anteilseigner) einmal jährlich im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober beim Bundeszentralamt für Steuern anzufragen hat, ob der Anteilseigner am 31. August des betreffenden Jahres kirchensteuerpflichtig ist (Regelabfrage). Die vom Bundeszentralamt für Steuern übermittelten Angaben sind im Folgejahr jeweils ab dem 1. Januar bei der Abführung der Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer zu Grunde zu legen.

Der verlängerte Regelabfragezeitraum des Jahres 2014 ist nunmehr am 30. November 2014 abgelaufen. Gehen Regelanfragen für 2014 nach diesem Zeitpunkt beim Bundeszentralamt für Steuern ein, werden diese abgewiesen und mit einem entsprechenden Fehlerhinweis beantwortet.

Ab dem 1. Dezember 2014 besteht nur die Möglichkeit, die Kirchensteuerabzugsmerkmale (KISTAM) im Wege der Anlassabfrage abzufragen. Die Anlassabfrage nach § 51a Abs. 2c Nr. 3 Satz 3 EStG ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So hat der Kirchensteuerabzugsverpflichtete eine Geschäftsbeziehung zu begründen oder die Anlassabfrage muss vom Anteilseigner veranlasst worden sein.

Sollten Sie die Kirchensteuerabzugsmerkmale (KISTAM) bisher nicht abgefragt haben, empfehlen wir Ihnen, dieses im Rahmen der Anlassabfrage zeitnah nachzuholen. Sollten Sie dabei unsere Unterstützung benötigen, können Sie jederzeit auf uns zukommen.

Ihre Ansprechpartner:

Christina Walter, Steuerberaterin

Arell Buchta, Rechtsanwalt, Steuerberater