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Erlass der Grundsteuer bis zum 31. März 2014 beantragen

12.03.2014

Die Oberfinanzdirektion Koblenz erinnert in ihrer Pressemitteilung vom 10. Februar 2014 an die Frist für Anträge, die den Erlass der Grundsteuer begehren. Demnach sind alle Anträge durch die Betroffenen bis zum 31. März 2014 bei der zuständigen Gemeinde zu stellen.

1. Hintergrund

Liegt bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft bzw. bei bebauten Grundstücken (auch gewerblich genutzten) eine wesentliche Ertragsminderung vor, die der Steuerschuldner nicht zu vertreten hat, so kann ein Anspruch auf (Teil-)Erlass der Grundsteuer (§ 33 Grundsteuergesetz (GrStG)) bestehen. Hierbei muss der Rohertrag des Steuergegenstandes um mehr als 50 % gemindert sein, um einen Erlassanspruch begründen zu können. Die Ertragsminderung hat der Steuerpflichtige dann nicht zu vertreten, wenn er diese weder herbeigeführt hat, noch ihren Eintritt hätte abwenden können. Unter den Anwendungsbereich der Erlassvorschrift fallen damit vor allem Naturereignisse, wobei hier insbesondere an das „Jahrhunderthochwasser“ im Juni 2013 zu erinnern ist.

2. Zusammenfassung

Angesprochen sind damit vor allem Vermieter, deren Rohmietertrag sich beispielweise durch das schwere Hochwasser im Juni 2013 erheblich gemindert hat. Wenn die Wesentlichkeitsgrenze in Höhe von 50 % der Ertragsminderung überschritten ist, lohnt sich eine Prüfung der weiteren Voraussetzungen des § 33 GrStG. Wichtig hierbei ist, dass der Erlass ausschließlich auf fristgemäßen Antrag gewährt wird, welcher bei der zuständigen Gemeinde bis zum 31. März 2014 einzureichen ist.

Für weitere Fragen und Informationen hierzu stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner:

Christina Walter, Steuerberaterin

Jana Massow, Steuerberaterin