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Unternehmensbewertung

Unsere Praxiserfahrung hat uns gelehrt, dass die Unternehmensbewertung als komplexes betriebswirtschaftliches Thema regelmäßig neue und interessante Fragestellungen aufwirft. In diesem Abschnitt möchten wir solche Fragen aufgreifen und zielgerichtet sowie praxisnah über Lösungsansätze informieren.

Darüber hinaus zeigt unsere Broschüre zur Unternehmensbewertung interessante Einblicke in Ablauf und Zusammenhänge.

Ergänzend dazu zeigt Ihnen unser Musterbericht auszugsweise den Aufbau einer klassischen Unternehmensbewertung.

Im komplexen Prozess einer Unternehmenstransaktion ist die Durchführung einer Bewertung jeweils nur eine einzelne von verschiedenen Teilphasen.

Nach Definition der individuellen Ziele und Strategien sowie der Entscheidung zum Kauf oder Verkauf eines Unternehmens gilt es in der Vorbereitungsphase potentielle Käufer bzw. Objekte zu finden. Hierbei werden gegenüber der Transaktionspartei vor Prozessbeginn Absichtserklärungen abgegeben oder es werden Vertraulichkeitsvereinbarungen geschlossen, bevor ein erstes Informationspaket dem potentiellen Interessenten zur Verfügung gestellt wird.

Informationsasymmetrien zwischen den Parteien werden durch eine Due Diligence abgebaut. Sie richtet sich auf die Analyse von rechtlichen, steuerlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen des Zielobjekts, ggf. abgerundet durch eine Analyse der Markt- und Patentsituation. Im Sinne eines ganzheitlichen Beratungsansatzes bieten wir Ihnen die Due Diligence im Bereich Financial, Legal und Tax aus einer Hand. Zentrale Risiken werden dadurch transparent und wir zeigen Ihnen Tatbestände auf, die zur Bestimmung eines Interessenausgleichs von Bedeutung sind.

Der Due-Diligence-Prüfung folgt nun die eigentliche Unternehmenswertermittlung. Der Bewertung schließt sich in der Regel die Abgabe eines bindenden Kaufangebotes an, dessen Details in Vertragsverhandlungen zur Einigung über Preis, Kaufpreisklauseln, Übergabezeitpunkt sowie weiteren Zusagen für Gewährleistungen oder Garantien konkretisiert werden. Danach kommt es zur Vertragsunterzeichnung, dem sog. Signing. Nach Erfüllung ggf. aufschiebender Bedingungen des Vertrages schließt sich der Abschluss der Transaktion, das sog. Closing an.

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Die Unternehmensbewertung kann in folgende Schritte untergliedert werden:

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Kennzeichen vieler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sind ein begrenzter Gesellschafterkreis, Eigner mit geschäftsführender Funktion, wenige Geschäftsbereiche, Abhängigkeit von nur wenigen Produkten oder Kunden und eine oft nicht dokumentierte Unternehmensplanung.

Für die Unternehmensbewertung ist es entscheidend, inwieweit die Ertragskraft eines eigentümergeführten Unternehmens auf den Käufer überhaupt übertragbar ist. Daher ist bei der Ermittlung der Prognose der finanziellen Überschüsse auf den oftmals starken Personenbezug zu achten. Aus diesem Grund sind die nicht ohne den Eigentümer zu realisierenden finanziellen Überschüsse eines Unternehmens, wie bspw. besondere Kundenbeziehungen oder der Unternehmerlohn, einer genauen Analyse zu unterziehen und ggf. zu eliminieren.

Entsprechend der Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen haben wir eine praxisorientierte und gleichzeitig theoretische Anforderungen erfüllende Vorgehensweise entwickelt. Neben der Vollbewertung nach dem Bewertungsstandard IDW S 1 bieten wir gemäß der IDW KMU-Praxishinweise alternativ eine auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtete Unternehmensbewertung an. Dieses Grundmodul wird branchenbezogen und individuell auf die spezifischen Unternehmensverhältnisse für die jeweiligen Bewertungszwecke angepasst. Unsere Bewertung gibt so die „KMU-Stellschrauben“ einer Bewertung transparent wieder und richtet den Leistungsumfang am tatsächlichen Bedarf aus.

Wir führen Unternehmensbewertungen für Unternehmen aller Größenordnungen durch. Dabei bestimmen Bewertungsanlass und unsere Funktion als Gutachter unmittelbar Umfang und Intensität der Analysen. Der jeweilige Auftragsinhalt wird daher nach Ihren Bedürfnissen festgelegt. Dazu bestimmen wir auf Basis unserer berufsständischen Standards ein geeignetes Bewertungsverfahren und bieten mit unserem Ansatz einen modularen Einstieg in die Analyse und Bewertung von Unternehmen.

Oftmals ist eine indikative Version ohne eingehende Markt- und Unternehmensanalyse und unter vereinfachenden Annahmen ausreichend. Dementsprechend können wir erste Anhaltspunkte für den Wert eines Unternehmens durch die Abschätzung von indikativen Unternehmenswerten liefern. Dies ist sinnvoll, wenn der Unternehmenswert nur überschlägig als „Richt- oder Argumentationswert“ bestimmt werden soll. Daher wird nur eine begrenzte Anzahl von Unterlagen benötigt, die meist ohnehin vorhanden sind. Als Hilfestellung erarbeiten wir eine Liste der erforderlichen Unterlagen. Mit dem Modul „Kurzversion“ bieten wir, ausgehend von einer ersten überschlägigen Analyse, eine indikative Bewertung an, die zu einer umfassenden Bewertung als Vollversion (IDW S 1) ausgebaut werden kann. Durch den modularen Einstieg wird eine transparente Bewertung gewährleistet. Die Ergebnisse werden zusammenfassend und nachvollziehbar in Form von Gutachten, Wertindikationen oder Ergebnispräsentationen dargestellt.

Soweit der Unternehmenswert bei Anteilskauf /-verkauf, gesellschaftsrechtlich oder bei Kreditgebern durch „anerkannte Bewertungsverfahren“ ermittelt werden muss oder bei der Finanzverwaltung anerkannt werden soll, ist eine Unternehmensbewertung gemäß IDW S 1 zu empfehlen. Die Vollversion einer anerkannten Unternehmensbewertung erfolgt dementsprechend mit eingehender Markt- und Unternehmensanalyse. Sie erfüllt vollumfänglich die Anforderungen des Standards IDW S 1 unter Berücksichtigung gerichtlich anerkannter Bewertungsparameter. Die Unterlagen des Unternehmens werden auf inhaltliche Vollständigkeit und sachliche Schlüssigkeit beurteilt. Es erfolgen Anpassungen oder Bereinigungen einzelner Daten, soweit dies notwendig ist. So können, je nach Abgrenzung des Bewertungsobjektes, komplexe Konsolidierungen von Geschäftszahlen zwischen verbundenen Unternehmen, bei Konzernstrukturen oder Betriebsaufspaltungen erforderlich werden.