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Abschlussprüfung

Alljährlich bringt die Abschlussprüfung vielfältige und oftmals auch gänzlich neue Herausforderungen mit sich. In diesem Bereich möchten wir Sie regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informieren. Ihre Fragestellungen nehmen wir unter den angegebenen Kontaktdaten selbstverständlich gern entgegen.

Das persönliche Gespräch mit Ihnen ist die Grundlage unserer Arbeit. Wir legen besonderen Wert auf eine offene Kommunikation. Die Koordination der gesamten Prüfung erfolgt dabei durch einen verantwortlichen Partner. Er trifft schnell die erforderlichen Entscheidungen und steht Ihnen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Termintreue und Kontinuität des Ansprechpartners sind Ausdruck unserer auf Langfristigkeit ausgerichteten Mandatsbeziehung.

Unser risikoorientierter Prüfungsansatz gibt uns die notwendige Prüfungssicherheit und stellt sicher, dass wir Ihre Mitarbeiter nur zielgerichtet in Anspruch nehmen. Auf Basis einer Analyse der geschäftlichen Rahmenbedingungen, des Kontrollumfeldes und der Funktionsfähigkeit der Prozessabläufe erfolgt die Ableitung einer individuellen, auf Ihre Verhältnisse zugeschnittenen Prüfungsstrategie.

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Als Wirtschaftsprüfer bieten wir Ihnen mehr als die reine Prüfung der Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens. Wir sind mittelständisch orientiert und konzernerfahren. Unser Vorgehen ist in Übereinstimmung mit den nationalen und internationalen Prüfungsstandards auf die besonderen Verhältnisse mittelständischer Unternehmen ausgerichtet.

Kommunale Rechnungslegung und Prüfung sind jeweils landesrechtlich individuell bestimmt. In Abhängigkeit von den jeweiligen Landesvorschriften können die Aufgaben der öffentlichen Prüfungseinrichtung unterschiedlich weit gefasst sein. Im Freistaat Sachsen ist die Prüfungszuständigkeit zunächst öffentlichen Prüfungseinrichtungen übertragen. Gemeinden mit weniger als 20.000 EW können sich dabei durch einen Wirtschaftsprüfer unterstützen lassen. Prüfungsgegenstand sind der Jahresabschluss – bestehend aus Ergebnisrechnung, Finanzrechnung, Vermögensrechnung sowie Anhang – und der Rechenschaftsbericht für das jeweilige Haushaltsjahr.

Darüber hinaus wird in Sachsen die Jahresabschlussprüfung um die Einhaltung des Haushaltsplans gem. § 104 Abs. 1 Nr. 3 SächsGemO sowie die Aufgaben gem. § 106 Abs. 1 SächsGemO erweitert.

Aufgaben der örtlichen Prüfung § 106 Abs. 1 SächsGemO

  • Laufende Prüfung der Kassenvorgänge
  • Kassenüberwachung, Kassenprüfungen
  • Prüfung des Nachweises der Vorräte und Vermögensgegenstände

Neben den Vorgaben nach IDW PS 730 richtet sich unsere Prüfungsdurchführung nach den Anforderungen, welche sich aus den Vorschriften der SächsKomPrüfVO-Doppik ergeben. Danach gliedert sich die Prüfung in einen förmlichen, einen rechnerischen sowie einen sachlichen Bestandteil. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

Beurteilung

  • Vorschriftsmäßiges Verfahren bei Erträgen/Aufwendungen, Einzahlungen/Auszahlungen und der Vermögensverwaltung
  • Sachliche und rechnerische Belegung einzelner Rechnungsbeträge
  • Einhaltung des Haushaltsplans
  • Nachweis von Vermögen, Kapitalposition, Sonderposten, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden

Ist eine Gebietskörperschaft mehrheitlich an einem privatrechtlichen Unternehmen beteiligt, muss gem. § 53 HGrG die Jahresabschlussprüfung um eine Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse erweitert werden. Aufgrund besonderer Regelungen ist vielfach auch bei Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts eine vergleichbare Prüfung erforderlich. Die Prüfung kann neben dieser Erweiterung der Jahresabschlussprüfung auch als gesonderte Prüfung erfolgen.

Unser Prüfungsansatz beruht auf dem Standard IDW PS 720 und dessen Fragenkatalog, den wir an die gegebenen Besonderheiten individuell anpassen. Im Rahmen der Prüfung werden sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung beurteilt, als auch die wirtschaftlichen Verhältnisse dargestellt.

Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung erstreckt sich dabei neben der Geschäftsführungstätigkeit insbesondere auf die Organisation und das Instrumentarium der Geschäftsführung, wie zum Beispiel:

  • aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen
  • Rechnungswesen sowie Informationssystem und Controlling
  • Durchführung von Investitionen und ihrer Finanzierung

Weitergehend berücksichtigen wir die Erläuterungen zur jeweiligen Landeshaushaltsordnung gemäß der jeweiligen landesspezifischen Verwaltungsvorschriften (VwV).

Im Rahmen der erweiterten Abschlussprüfung stellen wir unsere Prüfungsfeststellungen und Empfehlungen in einem gesonderten Abschnitt des Berichts zur Jahresabschlussprüfung dar und fügen den beantworteten IDW-Fragenkatalog als gesonderte Anlage bei. Sofern es sich um eine gesonderte Prüfung nach § 53 HGrG handelt, erstellen wir einen gesonderten Bericht.

Darüber hinaus unterbreiten wir Ihnen Lösungsvorschläge und bieten Ihnen Hilfestellungen bei der Umsetzung von Änderungsnotwendigkeiten an.

Der Umfang der handelsrechtlichen Abschlussprüfung kann landesrechtlich erweitert werden. Die konkrete Ausgestaltung ist in den Ländern höchst unterschiedlich. Sachsen hat von der Möglichkeit einer Erweiterung Gebrauch gemacht. Nach § 35 Abs. 2 Satz 2 SächsKHG erstreckt sich die Prüfung auch auf:

  • Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
  • Zweckentsprechende, sparsame und wirtschaftliche Fördermittelverwendung

Das Rechnungswesen umfasst neben Buchführung/Jahresabschluss auch die Kosten- und Leistungsrechnung, die Betriebsstatistik sowie die betriebliche Planungsrechnung.

Über das Ergebnis aus Erweiterungen des Auftrags zur Abschlussprüfung, die sich nicht auf den Jahresabschluss oder Lagebericht beziehen (z. B. Prüfung der Geschäftsführung, Prüfung der Verwendung öffentlicher Fördermittel), wird in einem gesonderten Abschnitt des Prüfungsberichts Stellung genommen.

Zur erweiterten Jahresabschlussprüfung nach Landeskrankenhausrecht ist in Sachsen eine separate Aussage im Prüfungsurteil vorgesehen. Dies erfolgt mit einem gesonderten Absatz im Bestätigungsvermerk gem. § 35 SächsKHG.

Die Rechnungslegung der deutschen Hochschulen ist landesindividuell geregelt. Spezifische Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften sollen zwar die Vergleichbarkeit innerhalb eines Landes sichern, vergrößern jedoch die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

Für die sächsischen Hochschulen ist das kaufmännische Rechnungswesen gem. § 11 SächsHSFG verpflichtend. Mittlerweile erstellen alle Hochschulen kaufmännische Jahresabschlüsse und die Anerkennung ihrer hochschulrechtlichen Selbststeuerungsfähigkeit ist Ihnen beschieden oder befindet sich in den Feststellungsverfahren.

In Sachsen wurde im Übrigen eine Verordnung über die Wirtschaftsführung der Hochschulen des Freistaates Sachsen (Sächsische Hochschulfinanzverordnung – SächsHS- FinVO) erlassen, die weitergehende Bestimmungen zu Wirtschaftsführung und Rechnungslegung enthält. Zudem hat die Projektgruppe der Hochschulen das Rahmenhandbuch „Neue Hochschulsteuerung in Sachsen“ erarbeitet, das u. a. einen einheitlichen Sachkontenrahmen, Bewertungs- und Inventarisierungsrichtlinien sowie Buchungs- und Kontierungsrichtlinien enthält. Durch diese spezifischen sächsischen Regelungen bestehen die Voraussetzungen dafür, Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit des Rechnungswesens der Hochschulen im Freistaat zu schaffen.

Jahresabschluss und Lagebericht sind durch einen Wirtschaftsprüfer zu prüfen. Es finden dabei die Vorgaben des § 53 HGrG Anwendung. Korrespondierend zum jeweiligen Hochschulrecht benötigt auch eine Prüfung ein landesindividuelles Vorgehen. Unserer Prüfung legen wir darüber hinaus einen hochschulindividuell entwickelten Ansatz zugrunde, welcher zunächst die sächsischen landeshochschulrechtlichen Vorgaben zum Ausgangspunkt nimmt.

Die prüferische Durchsicht soll als eine Alternative zur Vollprüfung nur die Glaubwürdigkeit von Abschlussinformationen über eine kritische Würdigung erhöhen. Sie kann sich sowohl auf den gesamten Jahresabschluss/Lagebericht, als auch nur auf bestimmte, wertrelevante Teile des Jahresabschlusses beziehen.

Hierfür ist eine Prüfungsintensität wie bei einer Abschlussprüfung nicht notwendig. Ein sog. Review erfolgt daher schneller und mit deutlich weniger Aufwand.

Mit PS 480 und PS 490 hat das IDW Standards verabschiedet, die sich mit der Durchführung von Prüfungen und der Erteilung von Prüfungsurteilen für spezielle Abschlüsse oder Finanzaufstellungen außerhalb von Jahresabschlussprüfungen beschäftigen.

Rechnungslegungsgrundsätze für einen speziellen Zweck sind darauf ausgerichtet, den Informationsbedürfnissen bestimmter Adressaten gerecht zu werden (z. B. Rechnungslegungsbestimmungen für die Steuerbilanz oder vertraglich vereinbarte Rechnungslegungsgrundsätze). Hiernach aufgestellte Abschlüsse sind Abschlüsse für einen speziellen Zweck. Eine Beurteilung durch uns erfolgt entsprechend IDW PS 480.

Vergangenheitsorientierte Finanzaufstellungen (z. B. Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung) oder deren Bestandteile (z. B. Postenaufgliederungen) werden in der Praxis aus unterschiedlichen Gründen einer Prüfung unterzogen, um die Verlässlichkeit und Glaubhaftigkeit der daraus ableitbaren Informationen zu erhöhen. Bislang existierten dazu in Deutschland keine allgemeinen Verlautbarungen außerhalb der klassischen Abschlussprüfung. Mit IDW PS 490 stellt der Berufsstand eine fachliche Grundlage für solche Prüfungen zur Verfügung.

Eine Abgrenzung der verschiedenen Prüfungsleistungen historischer Finanzinformationen ergibt sich wie folgt:

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