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BMF: Zur Saunanutzung durch Hotelgäste

10.11.2015

I. Hintergrund

Bereits mit Schreiben vom 28. Oktober 2014 unterwarf das BMF Saunaleistungen, die nach dem 30. Juni 2015 erbracht werden, dem Regelsteuersatz in Höhe von 19 %. In seinem kürzlich veröffentlichten Schreiben vom 21. Oktober 2015 hat das BMF nun zur Aufteilung eines Gesamtentgeltes für Übernachtungsleistungen und Saunanutzung Stellung genommen und den Umsatzsteueranwendungserlass entsprechend angepasst.

II. Aufteilung des Gesamtentgelts

Hingegen ist ein pauschales Gesamtentgelt für Übernachtungs- einschließlich Saunaleistungen, die nach dem 30. Juni 2015 erbracht werden, sachgerecht auf die einzelnen, unterschiedlich zu versteuernden Leistungen (Hotel: 7 % / Sauna: 19 %) aufzuteilen.

Dabei kann der Anteil des Entgelts, der auf die nicht ermäßigte Leistung entfällt, im Wege der Schätzung ermittelt werden. Schätzungsmaßstab kann beispielsweise der kalkulatorische Kostenanteil zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags sein.

Ausdrücklich weist das BMF darauf hin, dass die in Abschn. 12.16 Abs. 12 UStAE enthaltene Vereinfachungsregelung zu Übernachtungsleistungen, die mit verschiedenen anderen Leistungen zu einem Pauschalpreis angeboten werden, auch für Saunaleistungen gelte. Danach wird es nicht beanstandet, wenn die in einem Pauschalangebot enthaltenen nicht begünstigten Leistungen in der Rechnung zu einem Sammelposten (z.B. „Business-Package“, „Servicepauschale“) zusammengefasst und der darauf entfallende Entgeltanteil in einem Betrag ausgewiesen wird.

III. Auswirkungen auf die Praxis

Die Anwendung des höheren Regelsteuersatzes auf Saunaleistungen macht für Hoteliers eine andere Preiskalkulation erforderlich.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner:

Sören Münch, Steuerberater

Dr. Kerstin Bohne, Rechtsanwältin